Johannes Broinger

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Johannes Broinger wird am 22. November 1950 in Linz geboren. Bereits als Kind leitet eine starke Affinität zu Farben seine sensible Wahrnehmung. Aquamarin steht an der Spitze seiner Eindrücke: Das grüne, fast magisch wirkende Wasser im Kanaltal hypnotisiert sein Gemüt auf gelegentlichen Fahrten nach Italien, und der türkisfarbene Einband eines Märchenbuchs von Hans Christian Andersen prägt sich tief emotional in sein Farbengedächtnis ein.

 

In seinem späteren Beruf als Berater und Instruktor betreut und schult er Grafiker, Künstler, Setzer, Drucker und Reprofotografen. Er gründet das „Atelier für konzeptionelle Grafik“ in der Linzer Herrenstraße – umgeben von kreativen Köpfen, einer duftenden Kräuterstube und dem Cafe Traxlmayr. Peter Mandel inspiriert ihn zu einer mehrjährigen Ausbildung in esogetischer Medizin, Kirlian-Diagnostik und Farbpunktur in Heidelberg. Anschließend eröffnet er die „Praxis für Harmonisierung und Regenerierung“ in Linz, St. Magdalena.

Broingers kreatives Schaffen entwickelt sich unmittelbar im Zusammenspiel mit seiner persönlichen Fährte in der Bewusstseinsarbeit, die für ihn ein spiritueller Weg ist.

Das geistige Erbe von C.G. Jung, Paracelsus, Goethe und vielen anderen verbindet er in der praktischen Arbeit mit Farben in Form stetiger Erweiterungen in die subtileren Bereiche der energetischen Methodenwelt. So entwickelt er bspw. das „Broinger-Farb-profil“ – ein Instrument zur Ermittlung und Anwendung von Farbenergien für das universitäre Forschungsprojekt „Der Mensch in Interaktion mit Farbe und Raum“ an der TU in Graz.

 

Bald beginnt er, auch konkret fächerübergreifend zu denken und zu arbeiten. Er kombiniert sein grafisch-ästhetisches Vorwissen mit neueren energetischen Erkenntnissen und erfindet die sogenannte „Energetische Fotografie“, um natürliche Energien so unverfälscht wie möglich in Räume übertragen zu können. Die Oberösterreichische Landesregierung fördert sein Projekt „Colorvita“ zur Gestaltung farblicher Lebensräume. Er konzipiert den „Farbkreis“ mit 54 Reinfarben für Innenräume und Möbeldesign.

 

In Amberg, mitten im schönen Mühlviertel, schafft sich Broinger einen neuen Arbeits- und Lebensraum unter Berücksichtigung geomantischer Aspekte. Hier entsteht erstmalig Raum für Architektur – nach einer intensiven Auseinandersetzung mit den Ideen des mexikanischen Architekten Luis Barragan. Er wird Mitarbeiter im Vorstand der Kulturinitiative Engerwitzdorf und seine Lehrtätigkeiten zum Thema „Farbe“ erweitern sich um ganzheitliche Begleitungsdisziplinen, bspw. Bewusstseins- und Persönlichkeitsentwicklung sowie Sinn- und Visionssuche. Im Zuge des Symposiums „Farbe.Design.Therapie.“ im Kloster Seeon wird er Mitglied der „Denkwerkstatt für Farbe“ in Deutschland. Seine Arbeit mit Farbdesign findet erstmalig Eingang in den Gesundheitsbereich – humane Lebensräume entstehen.

 

Im September 2008 beginnt Broinger mit der Planung seines bisher größten Kulturprojekts – „Signatur Liebe“, das sich im Kern mit der Bewegung weg von Polarisierung und hin zu Verschmelzung beschäftigt. Tausende Menschen werden sich daran aktiv beteiligen. Bis 2012 wird das Projekt vielfach und prominent in der Öffentlichkeit vorgestellt, es entstehen erste Drucksorten für den Signaturenteppich und eine eigene Webseite. Gegen Ende des Jahres sind Menschen aus ca. 26 Ländern aktiv beteiligt. 2018 sind im Signaturenteppich bereits 3.566 Signaturen verwoben, und die Entwürfe für die Installation von „Signatur der Liebe“ werden umgesetzt. 2019 wird die Beitragssammlung für das „Gästebuch“ aufbereitet und unter Mithilfe vieler Freiwilliger und Sponsoren werden Aufgaben der Gestaltung, Finanzierung, Produktion und des Vertriebs bewältigt. Die Überlegung, das Projekt „Signatur der Liebe“ dauerhaft offen zu gestalten, führt Broinger zu der abschließenden Entscheidung, alle Ausstellungen im öffentlichen Raum mit der Einladung zu verknüpfen, direkt aktiv daran teilzunehmen.